PET-Flaschen

Ab an den Strand oder doch besser eine Runde Laufen gehen? Kunststoffflaschen sind praktisch für unterwegs. Während die Produktion der jährlich in Deutschland verbrauchten 16 Milliarden Einweg-Plastikflaschen 460.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate verschlingt, ist der Griff zur wiederbefüllbaren PET-Mehrwegflasche gelebter Klimaschutz.

Mehrweg-PET-Flaschen erfüllen alle Ansprüche an Mobilität und Flexibilität. Ihr geringes Gewicht und ihre bis zu 20 Wiederbefüllungen sorgen für eine gute Klimabilanz. Wie auch bei Mehrweg-Glasflaschen ist die regionale Wiederbefüllung bei 1.800 Abfüllbetrieben mit ausschlaggebend für den Klimavorteil.

Mehrwegkreislauf

Mehrwegflaschen aus PET werden in der Regel zwischen 15 und 20 Mal wiederbefüllt und wandern so zwischen den Abfüllern, dem zwischengeschalteten Getränkefachgroßhandel und den Verbrauchern hin und her. Weil sie schneller zerkratzen als Glasflaschen, ist ihre Umlaufzahl geringer. Dafür sind PET-Mehrwegflaschen leichter und verursachen beim Transport weniger CO2-Emissionen.

Mehrwegflaschen werden im Handel wieder zurückgegeben und am Ende ihres langen Produktlebens mit vielen Wiederverwendungen hochwertig recycelt. Neu hergestellte PET-Mehrwegflaschen können bis zu 30 Prozent Recyclingmaterial aus alten Flaschen beinhalten. Der Rest des Materials wird als Ausgangsstoff zur Herstellung anderer Produkte verwendet.

Einweg-Plastikflaschen verschlingen Ressourcen…

Einweg-Plastikflaschen sind in Deutschland das dominierende Packmittel für Getränke und werden vor allem von Discountern gepusht. Inzwischen werden in Deutschland jedes Jahr rund 16 Milliarden Stück hergestellt, die schon nach kurzer Zeit zu Abfall werden.

Der massenhafte Einsatz von Einweg-Plastikflaschen hat negative Folgen für das Klima. Noch immer bestehen 70 Prozent von ihnen aus Neumaterial, für dessen Herstellung Rohöl notwendig ist. Der Anteil an Recyclingmaterial in Einweg-Plastikflaschen beträgt im Durchschnitt nur 30 Prozent. Mehr als 460.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate werden jährlich für die Plastikflaschenproduktion verbraucht. Mit dieser Menge könnten fast 400.000 Einfamilienhäuser ein Jahr lang beheizt werden.

…und belasten das Klima

Getränke in Einwegflaschen werden überwiegend im sogenannten „Preiseinstiegssegment“ zu niedrigen Preisen angeboten. Um Gewinne zu erwirtschaften werden Einweg-Plastikflaschen massenhaft in wenigen Anlagen abgefüllt und im gesamten Bundesgebiet vertrieben. Deshalb legen Einwegflaschen längere Transportwege zurück als Mehrweg. PET-Mehrwegflaschen der Genossenschaft Deutscher Mineralbrunnen (GDB) sind besonders effizient, weil sie von anderen Abfüllern ebenfalls genutzt werden können und so die Transportwege verkürzt werden. Die GDB-Poolflaschen sind bei den PET-Mehrwegflaschen das marktdominierende Packmittel. Über den gesamten Lebenszyklus verursacht Mineralwasser aus einer PET-Mehrwegflasche nur rund die Hälfte des schädlichen Klimagases CO2 im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen. Nähere Informationen zu den Klimaauswirkungen von Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen findest du bei unserem Klimacheck.