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Einweg

Für den schnellen Genuss zwischendurch fallen jedes Jahr rund 2,8 Milliarden Einwegbecher als Abfall an. Eine Belastung für die öffentliche Entsorgung und vor allem für das Klima.

Für die Herstellung der jährlich in Deutschland verbrauchten Coffee-to-go-Becher entstehen CO2-Emissionen von rund 83.000 Tonnen. Die Herstellung der Polystyrol-Deckel verursacht zusätzlich rund 28.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Einweg-Coffee-to-go-Becher bestehen überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung in aller Regel Neumaterial eingesetzt wird. Es werden praktisch keine Recyclingpapierfasern genutzt. Grund hierfür sind zum einen die Verkürzung der Papierfasern durch das Recycling und zum anderen die Belastung des Recyclingpapiers durch mineralölhaltige Substanzen sowie durch Druckchemikalien. Deshalb sind Recyclingpapierfasern nur eingeschränkt als Verpackungsmaterial für Lebensmittel geeignet.

Für die Herstellung neuer Becher werden in der Regel neue Bäume gefällt. Um Papierfasern herzustellen, sind große Wassermengen notwendig. So werden für die Produktion von einem Kilogramm Papier über 50 Liter Wasser benötigt. Dabei ist nicht nur die Menge des verbrauchten Wassers entscheidend, sondern auch die Energie für dessen Bereitstellung und die daraus resultierenden Klimabelastungen.

Allein für die Herstellung der Papierfasern für einen standardmäßigen 0,3 Liter Coffee-to-go-Einwegbecher wird mehr als ein halber Liter Wasser benötigt. Für den deutschen Jahresverbrauch von 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Bechern ergibt sich somit ein Bedarf von 1,5 Milliarden Liter Wasser. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 32.000 Bundesbürgern.

Weil Coffee-to-go-Becher nicht nur aus Pappe, sondern anteilig auch aus Kunststoff bestehen, wird auch Rohöl zur Becherproduktion benötigt. Ein Standard-Einwegbecher besteht etwa zu fünf Prozent aus dem Kunststoff Polyethylen. In Deutschland werden für die Herstellung der jährlichen Menge an Einwegbechern 1.500 Tonnen Polyethylen verbraucht. Die dazugehörigen Deckel verschlingen 9.400 Tonnen Polystyrol. Für die Herstellung der Polyethylen-Beschichtungen der Kaffeebecher und der Polystyrol-Deckel kommen jedes Jahr rund 22.000 Tonnen Rohöl zusammen. 

Nach einer besonders kurzen Nutzungsdauer von durchschnittlich nur fünfzehn Minuten wandern die Einwegbecher häufig in den öffentlichen Papierkorb. Mit dem Restabfall werden die Becher dann verbrannt. Oft landen diese aber gar nicht im Abfallbehälter, sondern werden achtlos in der Umwelt entsorgt.

Werden beschichtete Pappbecher über die gelbe Tonne entsorgt, dann werden sie in der Regel in die Papierfraktion einsortiert und landen, genauso wie die in der Papiertonne entsorgten Becher, in Papierrecyclinganlagen. Weil sich die Papierfasern nur sehr schwer von der Kunststoffinnenbeschichtung lösen, werden sie beim Recyclingprozess häufig als sogenannte „Spuckstoffe“ abgesondert und verbrannt.

In der Regel entspricht die Entsorgung von Einwegbechern der vorletzten Stufe der gesetzlich festgelegten Abfallhierarchie und Mehrwegbecher der obersten.