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Was ist Mehrweg?

Mehrweg ist Kreislaufwirtschaft in der Praxis. Ganz gleich ob es die Mehrwegflasche aus Glas oder der Mehrwegbecher aus Polypropylen ist – mit jeder Wiederbefüllung und Kreislaufführung können wertvolle Ressourcen und Energie eingespart werden, die sonst in die Herstellung einer neuen Flasche oder eines neuen Bechers fließen würden.

Mehrwegsysteme sind echte Klimaschützer. Beispielweise verursacht Mineralwasser aus Mehrwegflaschen über den gesamten Lebenszyklus nur rund die Hälfte des schädlichen Klimagases CO2 im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen.

Pool-Mehrwegsystem

Für ein Pool-Mehrwegsystem braucht es ein Kontingent an gleichen Flaschen oder Bechern, die nach der Benutzung gespült und von vielen verschiedenen Abfüllern oder Veranstaltern gleichermaßen wiedereingesetzt werden können. Ein Klassiker ist die Perlenflasche aus Glas für Mineralwasser und Erfrischungsgetränke. Sie ist die weltweit bekannteste und am häufigsten eingesetzte Mehrwegflasche und wurde bereits 1969 von der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) eingeführt. Einheitliche Flaschen und Becher perfektionieren Mehrwegsysteme, weil sie Transportwege besonders verkürzen und die Klimabilanz verbessern. Je mehr Abfüller sich an einem Pool-Mehrwegsystem beteiligen, desto besser!

Individual-Mehrwegflaschen und Becher

Für den Kaffee für unterwegs, das Mineralwasser oder Bier können auch Individual-Mehrwegbecher oder Flaschen verwendet werden. Individualbecher können vom Verbraucher selbst gespült werden. Bei Mehrwegflaschen müssen diese zurück zum Abfüller, da nur dieser die Flaschen wiederverwenden kann. Alle Mehrwegabfüller haben aufgrund hoher Anschaffungskosten für neue Flaschen ein großes Interesse daran, diese von Endverbrauchern zurückzubekommen. Entsprechend haben sich Strukturen für den Flaschenaustausch entwickelt, die die Rückführung und hohe Umlaufzahlen von Mehrwegflaschen sichern. Dabei fungiert vor allem der Getränkefachgroßhandel als Dienstleister für die Sortierung und unternehmensspezifische Rückführung von leeren Mehrwegflaschen. So gelangen auch Individualgebinde wieder in den Mehrwegkreislauf und können erneut befüllt werden. Es ergibt sich somit keine Verringerung der Umlaufzahlen, sondern lediglich eine zeitliche Verzögerung des Einsatzes der Mehrwegflaschen.

Pfand

Damit möglichst viele Mehrwegflaschen zur Wiederbefüllung zurückgegeben werden sind diese bepfandet. Durch den ökonomischen Anreiz gelangen die Flaschen zur Wiederbefüllung zurück in den Handel und werden den Abfüllern erneut zur Verfügung gestellt. Anders als bei pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen, für die nach der Verpackungsverordnung einheitlich 25 Cent Pfand vorgeschrieben sind, geschieht dies auf freiwilliger Basis. Für Bier-Mehrwegflaschen wird in der Regel ein Pfand von acht Cent erhoben und für solche mit Wasser, Erfrischungsgetränken und Saft meistens fünfzehn Cent.

Mehrweg-Logo

Neben der Pfandhöhe kann man Mehrwegflaschen anhand des Mehrweglogos auf der Flasche erkennen. Derzeit nutzen rund 160 Unternehmen das Logo. Das Einweg-Logo der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) findet man einheitlich auf allen Einwegflaschen.